Beständigkeitsprüfung

Chemische und mechanische Beständigkeit

Die Korrosionsprüfung bzw. Beständigkeitsprüfung dient dazu, im beschleunigten Maße festzustellen, wie ein Material gegenüber äußeren Einflüssen reagiert. Wir führen Prüfungen nach vielen gängigen Normen und OEM-Vorschriften durch und unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot

Beständigkeitsprüfung gegenüber Chemikalien

Die Beständigkeit gegenüber Chemikalien ist eine wichtige Voraussetzung, um die Verträglichkeit unter den Einsatzbedingungen eines Produktes sicherzustellen. Je nach Einsatzbereich wird ein Produkt mit mehr oder minder aggressiven Reinigungsmitteln und Lösungsmitteln, mit Fett, Öl und Schweiß der Hände, mit Sonnencreme oder auch mit Essensresten wie z.B. Kaffee oder Ketchup in Berührung kommen. Eine Beständigkeitsprüfung erlaubt mögliche Schädigungen (wie z.B. Lackhaftungsprobleme, Glanz- und Farbeffekte, Festigkeitsreduzierung usw.) im Vorfeld zu erkennen.

Korrosionsprüfung

Die Korrosionsprüfung dient der Simulation eines tropischen Klimas mit hoher Feuchte (Kondenswasserprüfung) bzw. einer Bauteilbeanspruchung in Meeresnähe (Salznebelkammer). Dabei wird insbesondere die Korrosionsbeständigkeit metallischer Oberflächen (z.B. von Verchromungen) bewertet.

Beständigkeitsprüfung gegen Abrieb und Verschleiß

Neben einem chemischen Angriff kann auch ein mechanischer Kontakt (Abrieb) zu einer Veränderung der Oberfläche führen. Je nach Material und Einsatzbedingungen können verschiedene Beständigkeitsprüfungen durchgeführt werden. Bei Geweben, technisMartindaletest nach DIN EN ISO 12947chen Textilien und lackierten Bauteilen sind Scheuertests (z.B. Crockmeter-Test) üblich, um die Qualität einer Ware zu beschreiben. Gängige Norm ist hier die DIN EN ISO 105-X12, auf welcher viele Automobilnormen aufbauen (Volkswagen PV 3906 als Teil der VW TL 226 oder die Daimler DBL 7384). Auch auf lackierten Oberflächen geben Abriebtests Hinweise auf vorzeitigen Verschleiß. Eine kombinierte Einwirkung von Wasser, Schweiß, Reinigungsmittel und Creme während der mechanischen Beständigkeitsprüfung kann hier Abnutzung und Alterung einer Oberfläche erheblich beschleunigen. Hier stehen Geräte mit automatischer Medienzufuhr (Abrex) zur Verfügung. Automobile Prüfungen basieren für diese Gerät häufig auf der DIN EN 60068-2-70 (z.B. BMW GS 97034). Weitere Prüfungen an Oberflächen, aber auch Vollmaterial, werden bei ASO an speziell dafür ausgelegten Geräten durchgeführt. Für Prüfungen nach DIN EN ISO 12947 steht ein Martindale, für die DIN EN ISO 5470 ein Taber zur Verfügung. Nach dem Beständigkeitstest wird die gealterte Oberfläche mit Hilfe eines Vergleichsmaßstabes (z.B. Graumaßstab) in einer speziellen Lichtkabine beurteilt, bzw. Farbe und/oder Glanz gemessen.  

Kratztest, Kreuz- und Gitterschnittprüfung

Kratz-Beständigkeitsprüfungen oder auch kurz Kratztests genannt, werden an Kunststoffen durchgeführt, um die Qualität der Haftung von Lacken und Beschichtungen auf Kunststoffen zu testen oder die Widerstandfähigkeit von unbehandelten Kunststoffoberflächen zu überprüfen. Dazu wird eine Nadel mit zunehmender Andruckkraft über die Oberfläche geführt und geprüft, wie lange die Oberfläche dieser Belastung Widerstand leisten kann.

Die Gitterschnittprüfung dient der Ermittlung der Haftung einer ein- oder mehrschichtigen Lackierung auf dem Untergrund. Dadurch erkennt man, wie sich eine lackierte Oberfläche gegen Verletzungen verhält. Bei der Kreuz- oder Gitterschnittprüfung wird die Oberfläche kreuzförmig mit einer scharfen Klinge eingeritzt. Danach wird die Haftung des Lackes über einen Abzugstest überprüft und die Qualität der Haftung nach DIN EN ISO 2409 mit den Gitterschnittkennwerten GT0 bis GT5 bzw. nach ASTM D 3359-02 mit den Kennwerten 5B bis 0B bewertet.