Anschmutz- und Reinigungsverhalten

Anforderungen an Oberflächen im automobilen Innenraum

Die Anforderungen von OEMs hinsichtlich des Reinigungs- und Anschmutzverhaltens der verbauten Oberflächen im Fahrzeuginnenraum sind vielfältig. Das breite Normenspektrum bildet die Belastungen ab, denen sich das Interieur im Einsatz gegenübersieht. Von Sonnencreme über Ketchup bis zu aggressiven Reinigungsmitteln (gerne auch zusammen). Das Ganze unter Wärmelagerung oder nach einer Bewitterung, die anschließende Reinigung dann bei zeitgleicher Scheuerbelastung …

Tatsächlich ist es die Art der Durchführung bzw. die Kombination der genannten Beaufschlagung, welche eine Prüfung auf Anschmutz- und Reinigungsverhalten von den verwandten Methoden zur Medienbeständigkeit oder beispielsweise den reinen Abrieb- und Verschleißprüfungen unterscheidet.

 

Visuelle Kontrolle

In der Regel erfolgt die Kontrolle der zu untersuchenden Oberfläche mit optischen Methoden. Das kann eine subjektive Bewertung oder eine vergleichende Begutachtung sein. Häufig kommen auch Methoden der Farb- und Glanzmessung zum Einsatz. Es steht also die Ästhetik im Vordergrund, im Unterschied zu Freigabeprüfungen welche Oberflächen beispielsweise mittels Kratztest, Kreuz- oder Gitterschnittprüfung bewerten.

Standards und Normen

Die meisten OEMs verfügen über entsprechende Standards oder Bestimmungen. Beispielsweise Jaguar Land Rover in der STJLR.51.5242 oder 51.5361, Mercedes Benz in der DBL 5399 oder der DBL 5816 für Vliese und Stoffe. Weiter Beispiele sind die VW 50105 für Bezugsstoffe oder entsprechende WSD/WSS Spezifikationen von Ford. Dort werden die jeweiligen Anforderungen gestellt und die zugehörigen Vorschriften zur Prüfdurchführung genannt, beispielsweise die allgemeine VDA 230-232, die Volkswagen Prüfvorschriften PV3356 / PV3353 oder BMW GS 97034-6 und PR 121.2.

Wir führen Prüfungen nach vielen gängigen Normen und OEM-Vorschriften durch und unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot.