Röntgenstrukturanalyse

Die folgende Aufstellung erklärt kurz das Prinzip einiger unserer Methoden der Röntgenstrukturanalyse. Außerdem werden exemplarisch typische Anwendungsgebiete dargestellt:

 

Pulverdiffraktometrie

  • Identifikation kristalliner Feststoffe und deren Quantifizierung
  • Bestimmung der Kristallmodifikationen einer Verbindung (Phasenanalyse)
  • Messung von Gitterparametern, Kristallitgrößen und Kristallinitätsgrad

Das folgende Bild zeigt beispielhaft den Theta-Scan einer Pulverprobe mit rot markierten Fremdphasenreflexen (Prüfung einer Hydroxylapatit-Probe nach ISO 13779-3):

 

Phasenanalyse mit Pulverdiffraktometrie

Diffraktometrie an orientierten Proben

  • Anordnung der Gittervektoren einer Kristallstruktur
  • Kristallitgröße und absolute Orientierung

Das folgende Bild zeigt das 2D-Diffraktogramm eines Polyester-Fadens mit vergrößertem Ausschnitt. Position, Breite und Intensität der Reflexe erlauben Rückschlüsse auf die molekulare Struktur der Probe:

2D-Diffraktogramm eines Polyester-Fadens

 

Kleinwinkelstreuung (SAXS)

Neben den bereits aufgeführten Methoden der klassischen Röntgen-Weitwinkelstreuung (WAXS), besitzt der Analytik Service Obernburg noch einen spezielle Messaufbau zur Analyse von Röntgenbeugung mit sehr kleinen Winkeln (SAXS). Die Methode dient der Analyse von Makromolekülen oder anderen Systemen mit einer Nahordnung oberhalb der der WAXS zugänglichen Längenskalen.