Mechanische Prüfungen

Die folgende Aufstellung erklärt kurz das Prinzip einiger unserer Methoden der mechanischen Prüfungen. Außerdem werden exemplarisch typische Anwendungsgebiete dargestellt:

Zugprüfung

Zugversuch

  • In einem Zugversuch (zerstörende Werkstoffprüfung) erfolgt die Messung der Kraft und Längenänderung einer Probe in Abhängigkeit von der aufgebrachten Dehnung. Die Messung kann auch unter definierter Temperatur (-35 bis +250°C) durchgeführt werden.
  • Anwendungsgebiete: Bestimmung von Elastizitätsmodul, Zugfestigkeit, Bruchdehnung eines Materials

Biegeversuch

  • In einem Biegeversuch wird die Probe durch Druck quasistatisch beansprucht. Beim 3-Punkt-Biegeversuch wird die Prüfprobe auf 2 Auflagen positioniert und in der Mitte mit einem Prüfstempel belastet.
  • Anwendungsgebiete: Bestimmung des Biegemoduls, der Biegefestigkeit etc.

Schlagbiegeversuch

  • In einem Kerbschlagversuch wird die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs gegen eine schlagende (dynamische) Beanspruchung ermittelt. Das Werkstück wird dazu vor dem Versuch ggf. mit einer Kerbe versehen. Ein Pendelhammer mit einer bestimmten kinetischen Energie trifft auf die Rückseite der Probe und zerschlägt diese dabei. Auch dieser Versuch kann bei definierten Temperaturen erfolgen.
  • Anwendungsgebiete: Schlagzähigkeit, Kerbschlagzähigkeit und Sprödigkeit

Rauheitsmessung

  • Mit Hilfe eines Phertometers wird die Oberfläche einer Probe wird mit einer Nadel definierter Geometrie abgetastet und standardisierte Rauheitskenngrößen berechnet.
  • Anwendungsgebiete: Profil, Welligkeit und Rauheit, mittlere Rauheit Ra, Traganteil, Rautiefe, ...

Härtemessung

  • Härte ist der mechanische Widerstand, den ein Werkstoff der mechanischen Eindringung eines härteren Prüfkörpers entgegensetzt. Je nach Material unterscheidet man verschiedene Härtemessverfahren.
  • Anwendungsgebiete: Vickershärte und Rockwellhärte für Metalle, Shorehärte für Elastomere